Modellflugzeuge sind kein Spielzeug. Gerade durch neue Entwicklungen (Jets mit
Strahlturbinen oder Großmodelle) und die neue Gewichtsgrenze von 25kg handelt
es sich um immer komplexere und teurere Flugobjekte. Leider hat die Fernsteuertechnik
mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten. Vom Gesetzgeber gibt es auch keine andere
Alternative, als die Modelle mit der herkömmlichen Technik fernzusteuern. EMCOTEC
hat es trotzdem geschafft, die Sicherheit zu steigern. Durch das
DPSI TWIN (Mini) können bereits zwei getrennte Empfänger
(herstellerunabhängig) in das Modell verbaut werden. Bei Ausfall oder
Fehler eines Empfängers (oder Quarzes) wird automatisch auf den anderen
Empfänger umgeschaltet. Nachdem zwei Empfänger eingesetzt werden,
liegt es natürlich nahe, diese auf zwei unterschiedlichen Frequenzen
zu betreiben, um z.B. Ausfälle durch Kanaldoppelbelegung oder andere
Störungen zu verhindern. Dies ist mit dem HF
TWIN möglich.
Beim HF TWIN werden zwei eigenständige
HF-Module (35MHz und 40MHz / NEU: 35MHz und 72MHz oder 40MHz und
72MHz) über eine entsprechende Elektronik im Sender zusammengefasst
und das Signal über die normale Antenne abgestrahlt. Durch dieses Verfahren
wird ständig auf beiden Frequenzbändern gesendet, d.h. die Empfänger
im Modell erhalten beide immer das vollständige Signal des Senders. Die
originalen HF-Module werden lediglich geringfügig verändert. Der Einsatz
des HF TWIN ist derzeit auf Fernsteuersender der
Firma Graupner beschränkt (Pultgehäusesender, wie mc24), da die mechanischen
Gegebenheiten des Senders entsprechend in die Entwicklung eingeflossen sind. Da zwei
unabhängige HF-Module eingesetzt werden, kann selbst der Ausfall eines HF-Moduls
nicht zu einem unkontrollierten Verhalten führen.
Vergleich des MC24 HF TWIN mit einem Mitbewerberprodukt (Doppelfrequenzmodul).
Hier ist deutlich zu sehen, dass beim Mitbewerberprodukt so genannte Intermodulationsfrequenzen
auftreten, die weit oberhalb der Grenzwerte für die CE-Richtlinien liegen. Danach muss die
Dämpfung der Frequenzen im für den Modellbetrieb nicht zulässigen Nachbarkanalbereich
mindestens -60dB betragen. Das MC24 HF TWIN hat keine Intermodulationsfrequenzen
und stört daher die Nachbarkanäle nicht. Die Ausgangsleistung (abgestrahlte Sendeleistung)
ist in beiden Fällen in etwa identisch.
In diesem Diagramm wird der Betrieb des MC24 HF TWIN auf den gleichen Kanälen
(also 35MHz A-Band und B-Band) wie beim Mitbewerber dargestellt. Obwohl beim HF TWIN
nur eine Intermodulationsfrequenz mit geringer Amplitude auftritt, die Störungen also erheblich
geringer sind als die des Mitbewerberproduktes, haben wir das HF TWIN für den
Betrieb im 35MHz A- und B-Band nicht für den Verkauf freigegeben. Aus dem einfachen Grund, weil
die gesetzlich vorgeschriebenen CE-Richtlinien nicht eingehalten werden! Wir verkaufen nur Produkte,
die den gesetzlichen Vorschriften entsprechen - zu unserem Schutz und zum Schutz des Kunden.
Wie man deutlich sieht, ist die Verwendung von zwei Frequenzen im 35MHz-Band also nicht ohne
erheblichen technischen Aufwand bzw. gar nicht möglich, da durch Intermodulationsfrequenzen die
Nachbarkanäle gestört werden. Andererseits macht es Sinn, auf zwei Frequenzbändern
zu senden, da sich manche Störungen (atmosphärische Störungen) auf ein ganzes
Frequenzband auswirken können. Beim HF TWIN wird nicht
wechselseitig, sondern immer gleichzeitig auf beiden Frequenzbändern gesendet. Daher ist in
Verbindung mit dem DPSI TWIN der Einsatz jedes beliebigen Empfängers möglich
(herstellerunabhängig). Das HF TWIN entspricht in allen Belangen den messtechnischen Forderungen
der Bundesnetzagentur (ehemals Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
(RegTP)) und ist damit das erste System auf dem Markt, welches die CE-Konformitätsrichtlinien
einhält. Beim HF TWIN können sowohl die normalen Graupner HF-Module
verwendet werden (bevorzugt) als auch die neuen Synthesizer-Module. Wenn nur auf einem
Frequenzband gesendet werden soll, kann das "überflüssige" HF-Modul einfach
aus dem Sender entfernt werden (abstecken).
In Verbindung mit dem DPSI TWIN wird erstmals eine sichere Fernsteuertechnik ermöglicht, die auf zwei unterschiedlichen Kanälen arbeitet. Zwei Empfänger im Modell sowie zwei HF-Module im Sender! Komplette Redundanz und doppelte Sicherheit! Das alles unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften! |